Gabelstaplerschulungen für Betriebe
Ladungssicherheit für verantwortliche Personen nach VDI 2700a
Ladungssicherheit für verantwortliche Personen nach VDI 2700a

Ladungssicherheit für verantwortliche Personen nach VDI 2700a sagt keiner nein.

 2 Tageskurs

Der Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen,sowie bei Schiffen, Zügen und Flugzeugen kommt bei der Unfallverhütung eine große Bedeutung zu, insbesondere weil die Gefahren, die von unzureichend gesicherter Ladung ausgehen, vielfach nicht erkannt werden. Grundsätzlich gilt, dass jeder, der mit der Verladung von Gütern betraut ist, auch für eine sachgerechte Ladungssicherung verantwortlich gemacht wird und somit in der Pflicht steht, sichere Ladungssicherungsmaßnahmen zu ergreifen. 

Dieses Seminar vermittelt Ihnen die richtige Ladungssicherung in Theorie und Praxis nach den anerkannten Regeln der Technik. Mit dem erworbenen Fachwissen sind Sie in der Lage, die Ladungssicherung zu beurteilen, gegebenenfalls geeignete Korrekturmaßnahmen vorzunehmen und damit Ihrer Verantwortung besser nachzukommen.

Gesetze/Vorschriften:

Wer ist in der Verantwortung? 

Verlader, Fahrzeughalter und Fahrer. 

Verlader ist derjenige, der selbst oder für Dritte Güter versendet. Halter ist derjenige, der das Fahrzeug auf eigene Rechnung in Gebrauch hat und die Verfügungsgewalt darüber besitzt. Fahrer ist die Person, die ein Fahrzeug bewusst lenkt oder steuert. Alle sind in der Verantwortung, keiner kann sich herausreden. Die oben aufgeführten Gesetze regeln im Einzelnen die Anwendung. Pflichten von Verlader, Halter und Fahrer.

§ 22 StVO besagt: 

(1) 1Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.


(2) Fahrzeug und Ladung dürfen zusammen nicht breiter als 2,55m und nicht höher als 4m sein.Fahrzeuge, die für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden, dürfen, wenn sie mit land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen oder Arbeitsgeräten beladen sind, samt Ladung nicht breiter als 3m sein.Sind sie mit land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen beladen, dürfen sie samt Ladung höher als 4m sein. Kühlfahrzeuge dürfen nicht breiter als 2,60m sein.


(3) Die Ladung darf bis zu einer Höhe von 2,50m nicht nach vorn über das Fahrzeug, bei Zügen über das ziehende Fahrzeug hinausragen.Im Übrigen darf der Ladungsüberstand nach vorn bis zu 50cm über das Fahrzeug, bei Zügen bis zu 50cm über das ziehende Fahrzeug betragen.


(4) Nach hinten darf die Ladung bis zu 1,50m hinausragen, jedoch bei Beförderung über eine Wegstrecke bis zu einer Entfernung von 100 km bis zu 3m; die außerhalb des Geltungsbereichs dieser Verordnung zurückgelegten Wegstrecken werden nicht berücksichtigt. Fahrzeug oder Zug samt Ladung darf nicht länger als 20,75m sein. Ragt das äußerste Ende der Ladung mehr als 1m über die Rückstrahler des Fahrzeugs nach hinten hinaus, so ist es kenntlich zu machen durch mindestens

  1. 1.

    eine hellrote, nicht unter 30 × 30 cm große, durch eine Querstange auseinander gehaltene Fahne,


  2. 2.

    ein gleich großes, hellrotes, quer zur Fahrtrichtung pendelnd aufgehängtes Schild oder


  3. 3.

    einen senkrecht angebrachten zylindrischen Körper gleicher Farbe und Höhe mit einem Durchmesser von mindestens 35 cm.


Diese Sicherungsmittel dürfen nicht höher als 1,50m über der Fahrbahn angebracht werden. Wenn nötig (§ 17 Absatz 1), ist mindestens eine Leuchte mit rotem Licht an gleicher Stelle anzubringen, außerdem ein roter Rückstrahler nicht höher als 90 cm.


(5) Ragt die Ladung seitlich mehr als 40cm über die Fahrzeugleuchten, bei Kraftfahrzeugen über den äußeren Rand der Lichtaustrittsflächen der Begrenzungs - oder Schlussleuchten hinaus, so ist sie, wenn nötig (§ 17 Absatz 1), kenntlich zu machen, und zwar seitlich höchstens 40cm von ihrem Rand und höchstens 1,50m über der Fahrbahn nach vorn durch eine Leuchte mit weißem, nach hinten durch eine mit rotem Licht. Einzelne Stangen oder Pfähle, waagerecht liegende Platten und andere schlecht erkennbare Gegenstände dürfen seitlich nicht herausragen.

 

In der UVV § 37 (4) steht

Die Ladung ist so zu verstauen und bei Bedarf zu sichern, dass bei üblichen Verkehrsbedingungen eine Gefährdung von Personen ausgeschlossen ist

Zu den "üblichen Verkehrsbedingungen" gehören auch Vollbremsungen, plötzliche Ausweichbewegungen oder Unebenheiten der Fahrbahn. Die Maßnahmen zur Sicherung der Ladung richten sich nach Art des Ladegutes und den Konstruktionsmerkmalen des Fahrzeugaufbaues. Ist eine ausreichende Ladungssicherung durch den Fahrzeugaufbau allein nicht gewährleistet, sind geeignete Hilfsmittel zu benutzen.

§ 412 HGB:

Soweit sich aus den Umständen oder der Verkehrssitte nichts anderes ergibt, hat der Absender das Gut beförderungssicher zu laden, zu stauen und zu befestigen sowie zu entladen. Der Frachtführer hat für die betriebssichere Verladung zu sorgen. 

§ 823 BGB  Schadensersatzpflicht 

(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

(2) Die gleiche Verpflichtung trifft denjenigen, welcher gegen ein den Schutz eines anderen bezweckendes Gesetz verstößt. Ist nach dem Inhalt des Gesetzes ein Verstoß gegen dieses auch ohne Verschulden möglich, so tritt die Ersatzpflicht nur im Falle des Verschuldens ein.



Im § 831 BGB finden sich die Haftungsdefinitionen. Haftung für den Verrichtungsgehilfen


(1) Wer einen anderen zu einer Verrichtung bestellt, ist zum Ersatz des Schadens verpflichtet, den der andere in Ausführung der Verrichtung einem Dritten widerrechtlich zufügt. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Geschäftsherr bei der Auswahl der bestellten Person und, sofern er Vorrichtungen oder Gerätschaften zu beschaffen oder die Ausführung der Verrichtung zu leiten hat, bei der Beschaffung oder der Leitung die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder wenn der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.

(2) Die gleiche Verantwortlichkeit trifft denjenigen, welcher für den Geschäftsherrn die Besorgung eines der im Absatz 1 Satz 2 bezeichneten Geschäfte durch Vertrag übernimmt.


§ 30 StVZO regelt die Anforderungen an die Beschaffenheit der Fahrzeuge, 

(1) Fahrzeuge müssen so gebaut und ausgerüstet sein, dass

  1. ihr verkehrsüblicher Betrieb niemanden schädigt oder mehr als unvermeidbar gefährdet, behindert oder belästigt,

  2. die Insassen insbesondere bei Unfällen vor Verletzungen möglichst geschützt sind und das Ausmaß und die Folgen von Verletzungen möglichst gering bleiben.

 (2) Fahrzeuge müssen in straßenschonender Weise hergestellt sein und in dieser erhalten werden.

 (3) Für die Verkehrs- oder Betriebssicherheit wichtige Fahrzeugteile, die besonders leicht abgenutzt oder beschädigt werden können, müssen einfach zu überprüfen und leicht auswechselbar sein.

 (4) Anstelle der Vorschriften dieser Verordnung können die Einzelrichtlinien in ihrer jeweils geltenden Fassung angewendet werden, die

  1. in Anhang IV der Richtlinie 2007/46/EG oder

  2. in Anhang II Kapitel B der Richtlinie 2003/37/EG oder

  3. in Anhang I der Richtlinie 2002/24/EG

in seiner jeweils geltenden Fassung genannt sind. Die jeweilige Liste der in Anhang IV der Richtlinie 2007/46/EG, in Anhang II der Typgenehmigungsrichtlinie 2003/37/EG und in Anhang I der Richtlinie 2002/24/EG genannten Einzelrichtlinien wird unter Angabe der Kurzbezeichnungen und der ersten Fundstelle aus dem Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Verkehrsblatt bekannt gemacht und fortgeschrieben. Die in Satz 1 genannten Einzelrichtlinien sind jeweils ab dem Zeitpunkt anzuwenden, zu dem sie in Kraft treten und nach Satz 2 bekannt gemacht worden sind. Soweit in einer Einzelrichtlinie ihre verbindliche Anwendung vorgeschrieben ist, ist nur diese Einzelrichtlinie maßgeblich.


§ 31 StVZO legt fest, 

dass die Verantwortung für den Betrieb der Fahrzeuge bei Halter und Fahrer liegt. Die Fahrzeuge müssen betriebssicher sein, das heißt technisch einwandfrei und alle für den Einsatzzweck notwendigen Ladungssicherungsmittel müssen vorhanden sein. Zudem muss das Fahrzeug verkehrssicher sein, dazu gehört auch, dass der Fahrzeugführer in der Lage sein muss, die Ladung ausreichend zu sichern (§ 30 + § 31). Er muss also entsprechend ausgebildet werden.