Der Flurfördermittelschein – umgangssprachlich Staplerschein

Informationen und gesetzliche Regelungen

Ersatzausweis für Staplerfahrer

Der Flurfördermittelschein (umgangssprachlich auch „Staplerschein“ genannt) ist die Berechtigung zum betrieblichen Führen insbesondere von Gabelstapler (aber auch anderer Flurförderzeuge) nach Vorschriften der Berufsgenossenschaften in den Mitgliedsbetrieben.

Die Eignung zum Führen von Flurfördermitteln wird in Deutschland nach den Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften DGUV Vorschrift 68 (vormals BGV D27) und DGUV Grundsatz 308-001 (vormals BGV bzw. BGG 925) geprüft und enthält eine theoretische und eine praktische Prüfung.

Vor dem Einsatz im Betrieb kann außerdem die ärztliche G25 Untersuchungen, wie bei Berufskraftfahrern, Berufen der Regelung und Steuerung, etc. auch, zur Prüfung der körperlichen Eignung verlangt werden. Denn § 7 Abs. 1 DGUV Vorschrift 68 sagt aus „Der Unternehmer darf mit dem selbständigen Steuern von Flurförderzeugen ... Personen nur beauftragen, die ... (2)für diese Tätigkeit geeignet und ausgebildet sind.“ (siehe weiter unten) Somit liegt es allein in der Entscheidung des Unternehmers. Die Untersuchung G25 dient ihm dabei als Art medizinische Absicherung und zur Entscheidungsfindung.

Damit regelt die DGUV wer einen Auftrag zum Steuern von Flurförderzeugen erhalten darf:

  • Mindestalter 18 Jahre

„(1) Der Unternehmer darf mit dem selbständigen Steuern von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand Personen nur beauftragen, die mindestens 18 Jahre alt sind...“

  • Ausbildung für diese Tätigkeit

„für diese Tätigkeit geeignet und ausgebildet sind...“

  • Nachweis der Befähigung

„...ihre Befähigung nachgewiesen haben.“ „Fahrer von Flurförderzeugen sind für diese Tätigkeit ausgebildet und befähigt, wenn sie nach dem BG-Grundsatz „Ausbildung und Beauftragung der Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrersitz und Fahrerstand“ (DGUV 308-001) geschult worden sind, eine Prüfung in Theorie und Praxis bestanden haben und darüber einen Nachweis vorlegen können.“

  • Schriftliche Beauftragung

„Der Auftrag muss schriftlich erteilt werden.“...„(3) Versicherte dürfen Flurförderzeuge nur steuern, wenn sie vom Unternehmer hiermit beauftragt sind.“

  • Persönliche Eignung des Beauftragten

„(2) Der Unternehmer darf mit dem Steuern von Mitgänger-Flurförderzeugen nur Personen beauftragen, die geeignet ... sind“

  • Unterweisung vor Ort

„...in der Handhabung unterwiesen sind.“

Die persönliche Eignung schließt ein gutes Seh- und Hörvermögen ein; außerdem darf kein Krankheitsleiden nach der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung G25 vorliegen.

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Quelle: www.wikipedia.org